Bitte Suchbegriff eingeben

Erasmus

I. Bewerbung
Die Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes ist sehr planungsintensiv und braucht viel Vorlaufzeit. Daher ist es wichtig, die Bewerbung für Erasmus+ bereits möglichst früh in die Wege zu leiten. Zu beachten sind dabei insbesondere die Bewerbungsfristen (zu erfragen beim jeweiligen Erasmus+ Fachkoordinator) sowie die allgemeinen Erasmus-Voraussetzungen.

1. Schritt: Bewerbung beim Erasmus+ Fachkoordinator
Um einen Erasmus-Studienaufenthalt zu absolvieren, sind grundsätzlich folgende Anforderungen zu erfüllen:
– Immatrikulation an der Universität Leipzig
– Staatsangehörigkeit bzw. unbefristete Aufenthaltserlaubnis eines Erasmus-Teilnehmerlandes
– Mind. 2 abgeschlossene Fachsemester
– Einhaltung der Förderungsdauer (in einem Masterstudium max. 12 Monate, inkl. Erasmus-Praktika)
Für die Bewerbung können folgende Dokumente genutzt werden:
– Bewerbungsformular
– Empfehlungsschreiben

2. Schritt: Anmeldung bei der Gasthochschule
– Erfolgt nach erfolgreicher Nominierung durch den Erasmus+ Fachkoordinator
– Unterlagen erhältlich über die Gasthochschule oder Ihren Fachkoordinator
– Unterlagen sind selbstständig an die Gasthochschule zu senden

II. Finanzierung
1. Erasmus-Stipendium
Mit dem Erasmus-Stipendium (seit 2014/2015: Erasmus+) können Auslandsaufenthalte während der Zeit des Studiums gefördert werden. Dies gilt auch für ein Studium im Master. Dabei werden dank des sog. „Bilateral Agreement“ grundsätzlich die Studiengebühren an der ausländischen Partner-Universität erlassen.
Darüber hinaus besteht in den meisten Fällen nach erfolgreicher Bewerbung der Anspruch auf ein monatliches Stipendium (1 Monat = 30 Tage).
Die Erasmus-Förderung wird in der Regel in zwei oder drei Raten von der Hochschule ausgezahlt, wobei manche Universitäten auch monatliche Zahlungen vornehmen. Wichtig ist, dass der Studienplatz im Ausland offiziell angenommen und der Studienvertrag, also das sog. „Learning Agreement“ ordnungsgemäß abgeschlossen wird.
Die Höhe des Betrages berechnet sich nicht nur nach der Länge des Auslandsaufenthaltes, sondern auch nach dem Studienort an sich. Dem liegen folgende ländergestaffelte Fördersätze zugrunde (Stand 2016):
– Gruppe 1: 270,00 Euro/Monat (Österreich, Dänemark, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Schweden, UK)
– Gruppe 2: 210,00 Euro/Monat (Belgien, Kroatien, Tschechien, Zypern, Griechenland, Island, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Türkei)
– Gruppe 3: 150,00 Euro/Monat (Bulgarien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei, FYR Mazedonien)

2. Weitere Förderungsmöglichkeiten
Die Inanspruchnahme eines Erasmus-Stipendiums, das unterhalb der Schwelle von 300 Euro monatlich liegt, hat keine Auswirkungen auf den Bezug von BAföG. Beide Finanzierungsmöglichkeiten können also in der Regel parallel genutzt werden.
Sofern jedoch die Voraussetzungen für AuslandsBAföG oder Ähnliches nicht vorliegen, besteht die Möglichkeit, den Auslandsaufenthalt mittels eines Bildungskredits finanzieren zu lassen. Dies setzt jedoch eine Einstufung der Studienleistungen als „anerkennungsfähig“ durch das Akademische Auslandsamt voraus.
Weiterhin kann die Bewerbung um ein Stipendium in Erwägung gezogen werden (z.B. PROMOS Stipendium, DAAD-Jahresstipendium, länderspezifische oder regionale Stipendien), wenn weder die Förderung durch AuslandsBAföG, noch die Aufnahme eines Bildungskredits in Betracht kommt. Längst nicht alle Stipendiengeber orientieren sich dabei an Bestnoten und die Auswahl ist groß, sodass sich eine Erkundigung lohnt. Hierfür bietet die Webseite www.mystipendium.de eine umfassende Datenbank mit über 2.100 Fördermöglichkeiten. Auch eine bereits bestehende Förderung mittels eines Stipendiums (z.B. Deutschlandstipendium, Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, politische oder kirchliche Stipendien) wird in der Regel durch die Förderung über Erasmus nicht ausgeschlossen. Im Einzelfall kann es jedoch gleichwohl ratsam sein, in Erfahrung zu bringen, ob der Bezug eines Stipendiums womöglich doch Auswirkungen auf die Förderung durch Erasmus haben könnte.
3. Sonderförderung für Schwerbehinderte oder Studierende mit Kind
Studierende mit Kind(ern) sowie Schwerbehinderte können im Rahmen des Erasmus+ Programms einen Antrag auf Sondermittel stellen. Diese werden bei Bewilligung zusätzlich zu den regulären Fördersätzen (gemäß Länderstaffelung) ausgezahlt.
Förderantrag für schwerbehinderte Studierende (pauschal, Beantragung über AAA)
Förderantrag für schwerbehinderte Studierende (reale Kosten, Beantragung über DAAD)
Förderantrag für Studierende mit Kind (Beantragung über DAAD)

[Links erstellen]