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Grundlagen von Recht, Staat und Verfassung
Beschreibung
2 Semesterwochenstunden
Art der Veranstaltung: Vorlesung
Anzahl der Semesterwochenstunden: 2
Dozenten: Prof. Dr. Sarcevic
Kursinhalte: Allgemeine Staatslehre
Abschlussklausur: am Ende der Vorlesungszeit

  • Entwicklung – vom Naturrecht/Vernunftrecht zum Rechtsstaat; Hugo Grotius, Thomas Hobbes, Francisco de Vitoria, Francisko Suarez, Samuel Pufendorf, Christian Thomasius, John Locke, Montesquieu, J. J. Rousseau, Georg Mason, Thomas Hefferson, Robert von Mohl, Immanuel Kant;
  • Begriff der Verfassung (formell-materiell), Verfassungsentwicklung, Staatsbegriff, Etymologie des Staatsbegriffes, Methodische Ansatzpunkte, Analytisches und typisierendes Denken, Typusbegriffe und Klassenbegriffe, Staatslehren: Jellinek, Smend, Heller, Marxismus, Systemtheorie, Reine Rechtslehre, Wesen des Staates, Begriff: Staatsform, Unterscheidung nach einzelnen Kriterien, Staatsgebiet, Dimension des Staatsgebietes, Aspekte des Staatsgebietes, Erwerb und Verlust des Staatsgebietes, Staatsgewalt, Souveränität, Legalität und Legitimität, Staat und Gesellschaft;
  • Begriffe Volk und Nation, Ethnizität, Selbstbestimmungsrecht – offensives und defensives, Diskriminierungsargument
  • Rechtsstaatsprinzip als Verfassungsprinzip, Begriff des Rechtsstaates, Entwicklung der Rechtsstaatlichkeit

  •  Payandeh, Allgemeine Staatslehre, in: Julian Krüper (Hrsg.), Grundlagen des Rechts 2011, S. 88-104;
  • Voßkuhle, Andreas, Die Renaissance der „Allgemeinen Staatslehre“ im Zeitalter der Europäisierung und Internationalisierung, JuS 2004, S. 1-7;
  • Depenheuer/Grabenwarter, Verfassungstheorie, 2010;
  • Doehring, Karl, Allgemeine Staatslehre, 3. Aufl. 2004;
  • Fleiner/Basta, Allgemeine Staatslehre, 3. Aufl. 2004;
  • Gamper, Staat und Verfassung, Einführung in die Allgemeine Staatslehre, 2. Aufl. 2010;
  • Haverkate, Verfassungslehre. Verfassung als Gegenseitigkeitsordnung, 1992;
  • Herzog, Allgemeine Staatslehre, 1971; Kriele, Einführung in die Staatslehre, 6. Aufl. 2003;
  • Pernthaler, Allgemeine Staatslehre und Verfassungslehre, 2. Aufl. 1996;
  • Schöbener/Knauff, Allgemeine Staatslehre, 2. Aufl. 2013;
  • Zippelius, Allgemeine Staatslehre, 16. Aufl. 2010;
  • Heller, Staatslehre, 1934; Jellinek, Allgemeine Staatslehre, 1913;
  • Kelsen, Allgemeine Staatslehre, 1925;
  • Krüger, Allgemeine Staatslehre, 2. Aufl. 1925;
  • Schmitt, Verfassungslehre, 9. Aufl. 2003;
  • Smend, Staatsrechtliche Abhandlungen und andere Aufsätze, 3. Aufl. 1994, Platon, Der Staat, 400 v. Chr.

Das Recht der Macht – The Law in These Parts Arte Doku HD 

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Hier der Link zu dem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=bPkDF_A4F2o

Der Begriffe Staat, Verfassung und Recht bedient man sich in den vielfältigsten Diskursen und häufig auch in unterschiedlichen Kontexten. Nicht wenige meinen eine brauchbare Vorstellung davon zu haben, was unter den Begriffen Staat, Verfassung und Recht zu verstehen sei. Tatsächlich sind diese Begriffe aber vieldeutig und unterliegen vor allem außerhalb ihres Begriffskerns einer steten Veränderung bzw. sind in ihren Randbedeutung nicht selten äußerst umstritten. Die Disziplin von der Allgemeinen Staatslehre exemplifiziert diese Begriffe, indem sie deren allgemeine, historische, soziale, staatstheoretische und staatsphilosophische Grundannahmen darstellt und erläutert und hierbei versucht, den Zusammenhang zwischen dem modernen Staat und seiner Rechts- und Verfassungsordnung herzustellen. Die Allgemeine Staatslehre bezweckt jedoch nicht allein die etymologische und/oder phänomenologische Deutung von Staat, Verfassung und Recht um ihrer selbst willen, sondern ist auch imstande, auf aktuelle Phänomene wie den Zerfall von Staaten, die Verlagerung von Staatsgewalt, das Verhältnis von Staatsangehörigen zu Nicht-Staatsangehörigen und das Verhältnis von Staat und Wirtschaft konkrete Antworten zu finden. Darüber hinaus sind Staaten neben diesen Umwälzungen laufend neuen Herausforderungen ausgesetzt, z. B. durch die Globalisierung, durch den Geltungsanspruch der Menschenrechte und Prinzipien guter Regierungsführung. Damit ist dieses Grundlagenfach insbesondere für ein auf Staaten zentriertes Völkerrecht von herausragender Bedeutung.

Die Vorlesung führt in die Geschichte der unterschiedlichen Staatstheorien ein und erörtert ihre Wirkung auf die Ausbildung des Verfassungsrechts. Obwohl die Allgemeine Staatslehre den Staat als solchen – d. h. unabhängig von einer konkreten staatlichen Verfassung – in den Blick nimmt, dient das Verfassungsrecht der Bundesrepublik Deutschland als wichtiges Referenzgebiet. Nach einer geschichtlichen Einordung des „Staates“ und der „Verfassung“ werden die Fragen des Staats- und Verfassungsbegriffes, der Staatsform, der Souveränität, der Legitimität und der Abgrenzung von staats- und völkerrechtlichen Staatenverbindungen erläutert. Ergänzend werden die Staats- und die Rechtsstaatslehren diskutiert. Schließlich sind auch die einzelnen Rechtsinstitute und Verfassungsprinzipien des Staatsrechts und des Rechts der Europäischen Integration sowie die ausgewählten Kategorien des Völkerrechts mit einbezogen. Am Ende der Vorlesungszeit wird eine Semesterabschlussklausur angeboten.

Grundlagen von Staat und Verfassung
100 Plätze
6 Einheiten

á 4 Stunden

Anfahrt

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Die Universitätsstraße 3 liegt im Stadtzentrum angrenzend an den Augustusplatz. Fahrradstellplätze befinden sich in zahlreicher Anzahl direkt vor dem Eingang der Universität.

Die Universitätsstraße erreichen Sie mit den Stadtbahnlinien S1, S2, S3, S4, S5, S5X (Haltestelle Hauptbahnhof). Von dort sind es fünf Gehminuten. Ebenso erreichen Sie die Universität mit den Straßenbahnlinien 4, 7, 8, 10, 11, 12, 14, 15 und 16 (Haltestelle Augustusplatz), sowie mit den weiteren Straßenbahnlinien 2 und 9 (Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz).

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Von der Autobahn 9 Abfahrt Merseburg/Leipzig West. Folgen Sie dann der Beschilderung „Zentrum“. Parkmöglichkeiten PKW direkt in der Nähe im Parkhaus Augustusplatz.

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