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Grundzüge der Rechtstheorie und Rechtssoziologie
Beschreibung
2 Semesterwochenstunden
Art der Veranstaltung: Vorlesung
Kursinhalte: Rechtstheorie und Rechtssoziologie
Abschlussklausur: Semesterabschlussklausur

  • Was und wozu Rechtstheorie?; Abgrenzung der Rechtstheorie von anderen Grundlagenfächern; Definition von Recht; objektives und subjektives Recht; Funktionen von Recht; die Rechtsnorm; der Rechtssatz; die Lehre von den Rechtsquellen; Jurisprudenz als Wissenschaft; Geltung des Rechts; Recht und Gerechtigkeit; Moral und Recht; Rechtsgewinnung und Rechtsanwendung; das Verhältnis von Rechtstheorie und juristischer Methodenlehre; Spielarten des juristischen Denkens; Recht und Kultur, Recht und Rhetorik

  • Potacs, Rechtstheorie, 2015; Mastronardi, Juristisches Denken;
  • Rüthers/Fischer/Birk, Rechtstheorie, mit juristischer Methodenlehre, 8. Aufl. 2015;
  • Röhl, Rechtssoziologie, 1987;
  • Jhering, Der Kampf ums Recht, 23. Aufl. 1946;
  • ders., Der Zweck im Recht, 5. Aufl. 1916;
  • Kelsen, Reine Rechtslehre, 2. Aufl. 1960;
  • Kirste, Einführung in die Rechtsphilosophie, 2010;
  • Kunz/Martino, Rechtsphilosophie, Rechtstheorie, Rechtssoziologie, 2006;
  • Mahlmann, Rechtsphilosophie und Rechtstheorie, 2. Aufl. 2012;
  • Puppe, Kleine Schule des juristischen Denkens, 3. Aufl. 2014;
  • Radbruch, Einführung in die Rechtswissenschaft, 12. Aufl. 1969;
  • Röhl/Röhl, Allgemeine Rechtslehre, 3. Aufl. 2008;
  • Rüthers, Das Ungerechte an der Gerechtigkeit, 3. Aufl. 2009;
  • ders., Rechtsdogmatik und Rechtspolitik unter dem Einfluss des Richterrechts, 2003;
  • Stammler, Rechtsphilosophie, 2. Aufl. 1923; Vesting, Rechtstheorie, 2007;
  • Viehweg, Topik und Jurisprudenz, 5. Aufl. 1974;
  • Weber-Grellet, Rechtsphilosophie und Rechtstheorie, 6. Aufl. 2014;
  • Weinberger, Norm und Institution, 1988;
  • Dreier, Was und wozu Rechtstheorie, 1975;
  • Jestaedt, Das mag in der Theorie richtig sein…;
  • Griller, Rechtstheorie: Rechtsbegriff – Dynamik – Auslegung;
  • Mahlmann, Rechtsphilosophie und Rechtstheorie, 2015;
  • Adomeit, Rechtstheorie für Studenten, 2012;
  • Winkler, Rechtstheorie und Erkenntnislehre: kritische Anmerkungen zum Dilemma von Sein und Sollen in der Reinen Rechtslehre aus geistesgeschichtlicher und erkenntnistheoretischer Sicht, 1990;
  • Lampe, Genetische Rechtstheorie: Recht, Evolution und Geschichte, 1987;
  • Dubischar, Einführung in die Rechtstheorie, 1983;
  • Kunz, Die analytische Rechtstheorie: eine „Rechts“-theorie ohne Recht?, 1977;
  • Kuhlen, Typuskonzeptionen in der Rechtstheorie, 1977;
  • Reich, Marxistische Rechtstheorie: historische und aktuelle Diskussionen und Tendenzen, 1973;
  • Hippel, Rechtstheorie und Rechtsdogmatik: Studien zur Rechtsmethode und Rechtserkenntnis, 1964;
  • Habrucker, Rechtsempirie und Rechtstheorie, 1906;
  • Baer, Rechtssoziologie: eine Einführung in die interdisziplinäre Rechtsforschung, 2015;
  • Rehbinder, Rechtssoziologie: ein Studienbuch, 2014;
  • Luhmann, Rechtssoziologie, 1987;
  • Carbonnier, Rechtssoziologie, 1974;
  • Weber, Rechtssoziologie, 1967

Foucault gegen Foucault

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Hier der Link zu dem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=b5ABDBcHQEc

„Rechtstheorie ist, so will es scheinen, überflüssig. Wer das Studium der Rechtswissenschaften zuvörderst unter den Aspekten der Verschulung der Bologna-Kompatibilität und des Praxisbezugs betrachtet und die rechtswissenschaftliche Forschung mit Hilfe der Parameter Drittmitteleinwerbung, Interdisziplinarität und Anwendungstauglichkeit misst, dem werden Wesen und Wert rechtstheoretischer Grundlagenerwägungen zwangsläufig fremd bleiben.“

(Jestaedt, Das mag in der Theorie richtig sein…,)

 

Das griechische Wort θεωρεῖν (theorein) bedeutet „schauen“ und „beobachten“ und verweist auf das aufmerksame Betrachten eines Erkenntnisgegenstandes, einer Kontemplation dessen, was wir sprachlich als Recht zu beschreiben gewohnt sind. Unser neuzeitlicher Theoriebegriff changiert hierbei zwischen einer Verallgemeinerung von einzelnen Erfahrungen und Beobachtungen der äußeren Welt und einer solchen Beschreibung derjenigen Erkenntnisse, die nicht auf Beobachtungen und Versuchsanordnungen basieren, sondern durch reines Nachdenken gewonnen werden.

Was tun wir, wenn wir juristisch arbeiten? Wir lösen Rechtsprobleme. Wir wenden dabei Gesetze an. Wir folgen zudem der juristischen Dogmatik und der Methodenlehre. Ist das alles? Nein wir gehorchen – bewusst oder unbewusst – einem bestimmten Konzept von Recht: einer theoretischen und philosophischen Vorstellung von dem, was das Recht ist und was es sein soll. Die Rechtstheorie ist eine Reflexion über unsere Methodenlehre und über die uns vertraute Dogmatik. Sie will wie sämtliche juristischen Grundlagenfächer eine Orientierungshilfe bieten, mit welcher bestimmt werden kann, wie rechtstheoretische Voraussetzungen bewusst oder unbewusst die Methodenwahl und die dogmatische Antwort auf praktische Rechtsfragen anleiten.

Die Rechtstheorie erhebt hierbei den Anspruch, über die Rechtsordnung als Ganzes und deren wirtschaftliche und soziale Funktion wissenschaftlich nachzudenken. Es geht ihr darum, den Begriff und die Geltungsgründe des Rechts zu erfassen und zu ergründen sowie seine Anwendungsweisen zu deuten und zu verstehen.

Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die Grundfragen von Rechtstheorie und Rechtssoziologie, wobei die theoretische und soziologische Perspektive sich nicht ausschließen, sondern sich beide einander fruchtbar ergänzen. Im Vordergrund der Vorlesung stehen der Begriff, die Funktion sowie die Geltung des Rechts. Vorgestellt werden die wichtigsten literarischen Ausarbeitungen und Ansätze zu den genannten Themenfeldern.

Rechtstheorie
50 Plätze
15 Einheiten

á 2 Semesterwochenstunden

Anfahrt

Friedrich-Schiller-Universität Jena, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Carl-Zeiß-Str. 3, 07743 Jena

Die Carl-Zeiß-Str. 3 liegt im Stadtzentrum angrenzend an den Ernst-Abbe-Platz. Fahrradstellplätze befinden sich in zahlreicher Anzahl direkt vor dem Eingang der Fakultät.

Die Haltestelle Ernst-Abbe-Platz erreichen Sie mit den Stadtbahnlinien 5,33 und 35 aus Richtung Hauptbahnhof (Jena Paradies) kommend. Die Fahrtzeit nach Jena beträgt vom Leipziger Hauptbahnhof aus ca. 1 Stunde.

Die Stadt Jena liegt mit den Anschlussstellen „Jena-Zentrum“ (ehemals „Jena-Lobeda“) und „Jena-Göschwitz“ an der Autobahn A 4 Dresden – Frankfurt am Main unweit des Autobahnkreuzes „Hermsdorfer Kreuz“ (Schnittpunkt der A 4 mit der A 9 Rostock – München).
Von der A 9 kommend fahren Sie bitte am Hermsdorfer Kreuz auf die A 4 Richtung Frankfurt am Main auf. Die günstigste Abfahrtmöglichkeit von der A 4 ist die Anschlussstelle „Jena-Zentrum“ (ehemals „Jena-Lobeda“). Von dort aus nutzen Sie die Schnellstraße (Stadtrodaer Straße) Richtung Zentrum. Kostenpflichtige Parkplätze in unmittelbarer Nähe zur Rechtswissenschaftlichen Fakultät sind der Contipark sowie das Parkhaus in der Goethe-Galerie.