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Urheberrecht
Beschreibung
2 Semesterwochenstunden
Art der Veranstaltung: Vorlesung
Anzahl der Semesterwochenstunden: 2
Dozent: Prof. Dr. Christian Berger
Kursinhalte: Insbesondere anhand einschlägiger Gerichtsentscheidungen werden u.a. folgende Themen behandelt:

  • Grundlagen des Urheberrechts, Werkarten, Sprachwerk, Musik, Kunstwerk, Filmwerk, Lichtbild, der Urheber, Schöpferprinzip, Persönlichkeitsrechte, Vermögensrechte, dualistische Theorie, monistische Theorie
  • Urheberpersönlichkeitsrechte, Veröffentlichungsrecht, Recht der ersten Inhaltsmitteilung, Anerkennung der Urheberschaft, Beeinträchtigungsverbot, körperliche und unkörperliche Verwertung, Urhebervertragsrecht, Verlagsvertrag, internationales Urheberrecht
  • UrhG, Immaterialgüterrecht, geistiges Eigentum, geistiger Gehalt, sog. „kleine Münze“

Lehrbücher und Kommentare:

  • Rehbinder/Peukert, Urheberrecht, 17. Auflage 2015; Schack, Urheber- und Urhebervertragsrecht, 7. Auflage 2015;
  • Lettl, Urheberrecht, 2. Auflage 2013; Wandtke, Urheberrecht, 5. Auflage 2016;
  • Wandtke/Bullinger, Praxiskommentar zum Urheberrecht, 4. Auflage 2014;
  • Fromm/Nordemann, Urheberrecht, 11. Auflage 2014;
  • Schricker / Loewenheim, Urheberrecht, 5. Aufl. 2016;
  • Möhring/Nicolini, Urheberrecht, 3. Aufl. 2014;
  • Rehbinder/Peukert, Urheberrecht, 17. Aufl. 2015;
  • Dreyer/Kotthoff/Meckel, Urhebercht, 3. Aufl. 2013;
  • Schwartmann, Praxishandbuch Medien-, IT- und Urheberrecht, 3. Aufl. 2014;
  • Hertin, Urheberrecht, 2. Aufl. 2008;
  • Wirth/Seifert, Urheberrechtsgesetz, 3. Aufl. 2016;
  • Fischer, Europäisches Urheberrecht, 2016

Zeitschriften:

  • Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR),GRUR International (GRUR Int);
  • Archiv für Urheber-, Film-, Funk- und Theaterrechte (UFITA);
  • Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht (ZUM)

Fallbücher

  • Hentsch/Schwartmann, Falltraining im Urheberrecht, 2016;
  • Sosnitza, Fälle zum Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht, 3. Aufl. 2012;
  • Schmelz, Fallsammlung zum Urheberrecht, Gewerblichen Rechtsschutz und Kartellrecht, 2005

Als Urheberrecht wird der Teil der Rechtsordnung verstanden, der die Rechte des Urhebers an seinem geistigen Werk schützt. Es bildet die rechtliche Grundlage für die Verwertung von Werken jeder Art: Das Urheberrecht berührt nicht nur Werke wie etwa Literatur, Musik, bildende Kunst und Wissenschaft, sondern es spielt mittlerweile eine beträchtliche Rolle sowohl in der Kultur- und Wirtschaftswelt als auch in unserem Alltag. Ob Handy-Fotos, Computerspiele, Präsentationen in der Schule, Videos aus dem Urlaub, multimediale und digitale Werke – sie alle werden vom Urheberrecht im weiteren Sinne geschützt. Durch die immer fortschreitende Technologisierung unserer Gesellschaft werfen Multimediainhalte aller Art und User-Generated-Contents auf großen Internet-Plattforen Fragen der urheberrechtlichen Zuordnung auf. Das Urheberrecht ist daher auch ein wichtiger Bestandteil des sog. Informationstechnologierechts.

Gleichzeitig fordert diese Entwicklung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien die Anwendung des bestehenden Urheberrechts heraus: Wenn sich früher die Kopie einer Schalplatte als äußerst schwierig darstellte, können heutzutage Klänge, Bilder und Texte in Sekundenschnelle ohne Verluste kopiert, verändert oder übertragen werden. Mit Blick auf diese Entwicklung drängen sich neue Fragen auf: Ist das Sampling von Musikstücken rechtlich zulässig? Dürfen als Stream angebotene Kinofilme oder Fernsehsendungen online angesehen werden? Welche Relevanz hat das Urhebervertragsrecht für freiberufliche Kreative und Journalisten (Stichwort: „Total-Buyout“)?

Dabei entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen denen, die das Werk genießen und deren Urhebern, also den Rezipienten und den Schöpfern sowie zwischen den Schöpfern und den Verwertern. Der Rechtsanwender steht also vor der Aufgabe, dieses multipolare Spannungsverhältnis anhand der rechtlichen Vorgaben des Urheberrechts aufzulösen. Dabei ist auch das heutige Urheberrecht in beträchtlichem Maße von völker- und europarechtlichen Vorgaben durchdrungen. So hat die Europäische Union seit dem Jahr 1991 neun Richtlinien zum Urheberrecht erlassen. Umrahmt wird das nationale wie auch das europäische Recht zusätzlich von internationalen Abkommen zum Urheberrecht. Sie formulieren unter anderem Mindeststandards und geben damit gleichzeitig Rahmenbedingungen vor, welche bei der Vereinheitlichung des Urheberrechts zu berücksichtigen sind.

Die Vorlesung dient zunächst der Darstellung der Grundlagen des Urheberrechts, insbesondere werden diese anhand der einschlägigen Gerichtsentscheidungen verdeutlicht. Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung zum Urheberrecht als Immaterialgüterrecht. Hierbei wird u.a. auf begriffliche Erläuterungen, die praktische Bedeutung der Immaterialgüterrechte und die Geschichte des Urheberrechts eingegangen. Nach einer Erläuterung zu verfassungsrechtlichen Grundlagen werden Ausführungen zum urheberrechtlichen Werk, zu Werkarten und zum Urheber gemacht und ein Überblick über die wichtigsten europa- und völkerrechtlichen Einflüsse gegeben.

Ferner werden unter anderem Urheberpersönlichkeitsrechte, Verwertungsrechte, Erwerb und Inhalt des Rechts, die Lizensierung von Urheberrechten sowie die Folgen von Rechtsverletzungen erörtert.

Urheberrecht
70 Plätze ca.
14 Einheiten

á 2 Semesterwochenstunden

Anfahrt

Universität Leipzig, Universitätsstraße 3, 04109 Leipzig

Die Universitätsstraße 3 liegt im Stadtzentrum angrenzend an den Augustusplatz. Fahrradstellplätze befinden sich in zahlreicher Anzahl direkt vor dem Eingang der Universität.

Die Universitätsstraße erreichen Sie mit den Stadtbahnlinien S1, S2, S3, S4, S5, S5X (Haltestelle Hauptbahnhof). Von dort sind es fünf Gehminuten. Ebenso erreichen Sie die Universität mit den Straßenbahnlinien 4, 7, 8, 10, 11, 12, 14, 15 und 16 (Haltestelle Augustusplatz), sowie mit den weiteren Straßenbahnlinien 2 und 9 (Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz).

aus Richtung Berlin:

Von der Autobahn 9 Abfahrt Merseburg/Leipzig West. Folgen Sie dann der Beschilderung „Zentrum“. Parkmöglichkeiten für PKW finden Sie direkt in der Nähe im Parkhaus Augustusplatz.

aus Richtung München:

Von der Autobahn 9 Abfahrt Merseburg/Leipzig West. Folgen Sie dann der Beschilderung „Zentrum“. Parkmöglichkeiten PKW direkt in der Nähe im Parkhaus Augustusplatz.

aus Richtung Dresden:

Von der Autobahn 14 Abfahrt „Neue Messe“ folgen Sie der B2 in das Zentrum von Leipzig. Folgen Sie der Beschilderung in Richtung Hauptbahnhof Leipzig. Dort finden Sie auch gleich Abstellmöglichkeiten für Busse oder PKW. Weitere Parkhäuser sind das Parkhaus am Augustusplatz oder direkt in der Nähe des Thüringer Hofs das Parkhaus Burgplatz. Alle Parkmöglichkeiten sind über das Verkehrsleitsystem gut ausgeschildert.